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Pflege der Sibirischen Katze
" So eine langhaarige Katze erfordert doch viel Pflege, oder?"
Im Vergleich zum flusigen Fell der Perserkatze, das wirklich täglich
gekämmt werden muss sind Sibirische Katzen äußerst pflegeleicht.
Zumindest im Sommer wird die Sibirische Katze mit ihrem Fell allein fertig.
Im Winter allerdings gibt es manchmal Phasen, wo man zumindest den reich
bepelzten Katern etwas helfen muss, sonst können sich Filzknoten
bilden. Das geschieht manchmal regelrecht über Nacht.
Hier die wichtigsten Pflegeutensilien:

v.l.n.r. : Zupfbürste, Stahlkamm, Filzmesser
Zur Vorbeugung wird die Katze gekämmt.
Sind Verfilzungen spürbar, kann man zunächst versuchen, sie
von der Haut her vorsichtig auseinanderzuzupfen. Klappt das nicht, kommt
das Filzmesser zum Einsatz. Wichtig ist, nur eines mit gebogenen Zähnen
zu kaufen. Damit kann man dich an der Haut einhaken und dann mit wippendenden,
drehenden Bewegungen (ohne Ziehen!!!) den Filzknoten aufschneiden. Anschließend
wird mir dem Kamm ausgekämmt.
Die Zupfbürste dient dem Entfernen von abgestoßenen Haaren
in der Zeit des Fellwechsels im Fruhsommer.
Eine Katze, die ausschließlich in recht gleichmäßig temperierten
Räumen lebt, haart, individuell unterschiedlich, ein wenig über
das ganze Jahr. Zum Wohle Ihrer Wohnung sollten Sie also ruhig ein- zwei
mal die Woche zur Bürste greifen, zumal Katzen sanftes Bürsten
sehr zu schätzen wissen. Im Gegensatz zu den Haaren mancher Kurzhaarkatzen,
die sich in die Polster bohren, lassen sich die Haare Sibirischer Katzen
aber ganz gut mit einer Fusselbürste entfernen.
Mit tränenden Augen sind unsere naturbelassenen Katzen glücklicherweise
nicht belastet. Ein wenig "Schlaf" bildet sich aber gelegentlich
in den Augenwinkeln und sollte auch entfernt werden.
Ansonsten ist das Fell Ihrer Katze ein Spiegel seiner Gesundheit. Es soll
natürlich fallen und glänzen. Struppiges oder glanzloses Fell,
Mottenlöcher, kahle Stellen oder Verklebungen deuten auf gesundheitliche
Probleme. Auch, wenn Ihre Katze die Körperpflege vernachlässigt,
ist das ein Warnzeichen.
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"Soll man einer Katze die Krallen stutzen?"
Manche Züchter plädieren dafür und manche Ausstellungen
lassen nur Katzen mit gestutzten Krallen zu. Der Schutz des Menschen wir
hier als Grund angegeben. Meiner Meinung nach sollte ein Katzenhalter
und auch ein Richter so mit einer Katze umgehen können, dass Angriff
und Abwehr weitgehend vermieden werden. Die Krallen sind die bevorzugte
Jagdwaffe der Katze. Zum Klettern müssen sie in Form sein und werden
deshalb von ihr entsprechend pfleglich behandelt. Kratzt Ihre Katze Ihre
Kinder? Dann sollten Sie überlegen, ob sie Kind oder Katze nicht
richtig erzogen haben. Sind Ihre Kinder noch sehr klein und versteht die
Katze wirklich keinen Spaß, würde ich hier die einzige Rechtfertigung
für ein vorübergehendes Stutzen sehen. Dass das in den USA beliebte
Ziehen der Krallen pure Tierquälerei und deshalb auch in Deutschland
verboten ist, wird Ihnen sicher klar sein.
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