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Selbermachen
Oft sieht man etwas Schönes für Katzen im Internet: Einen tollen
Kratzbaum, eine Wurfkiste, Katzenspielzeug...
Je höher die Qualität, desto höher der Preis. Oder die
im Handel angebotenen Ausführungen passen nicht ganz zu den eigenen
Ansprüchen und Vorstellungen.
Bei mir kommt meist beides zusammen und so entsteht der Plan, sich selbst
an die Arbeit zu machen.
Um es gleich vorwegzunehmen: Finanziell lohnt sich der Eigenbau nicht
wirklich. Hochwertiges Material aus dem Baumarkt hat auch seinen Preis,
ganz besonders die Kleinteile, die man beim groben Überschlag gar
nicht beachtet. Die Arbeit ist auch nicht zu unterschätzen. Doch
die Freude über das Gelingen ist ja auch ein schöner Lohn.
Wurfkiste
Auch bei der Wurfkiste fing es so an:
Modelle im Internet gesehen, zu teuer und nicht absolut überzeugend
gefunden.
Meine Anforderungen waren:
- leichte Transportierbarkeit, da eine unserer Katzen Abgeschiedenheit
wünscht, die andere Gesellschaft. Deshalb hat unsere Kiste Lenkrollen
und Griffe
- ausreichende Größe aber noch kuschelig, deshalb hat unsere
Kiste die Außenmaße 54 x 80 x 54cm
- recht hoher Einstieg, damit die Kleinen nicht rausfallen oder vor
der dritten Woche allein rausklettern können
- zweiter, verschließbarer Eingang auf Kistenbodenebene für
Kitten, damit die Kiste an den Laufstall angebaut werden kann
- gute Isolierung, da unser Katzenzimmer für eine gesunde Aufzucht
weniger als die Wohnräume geheizt wird und meist das (vernetzte)
Fenster offen steht.
- leichte Zugänglichkeit für mich z.B. für Geburtshilfe,
Kontrollblicke, Reinigung. Daher sind sowohl Deckel, als auch Vorderwand
klappbar
- Verschließbarkeit in äußersten Notfällen. Unsere
Mietze konnte sich für den letzten Wurf bevor wir die Kiste hatten,
noch unmittelbar vor dem Werfen partout nicht für einen geeigneten
Platz entscheiden, sprang ständig auf die Türklinken und wolle
mitten zwischen die Hunde. Die Springerei kostete dann auch das Leben
des ersten Babys. Dieses Erlebnis war Anlass für den Wurfkistenbau.
- Stabilität. Unsere Kiste ist verdübelt, verleimt und verschraubt

Frontalansicht - bei offenem Einstieg

Frontalansicht bei geschlossenem Einstieg - im Fensterchen ist ein Einsatz
aus starker Weich-PVC-Folie und Schatullenbeschläge

Kiste mit geöffneten Klappen. Die Klappen sind mit sogenannten Klavierbändern
(Stangenscharniere) angeschraubt. Die vordere Klappe wird durch Magnetschnapper
gehalten.
Peter inspiziert die Kiste auf Brauchbarkeit

Die neue Wurfkiste gefällt

Die Wurfkiste als Anbau des Laufställchens. Der Mama-Eingang befindet
sich auf der Rückseite und ist jetzt geschlossen
Material:
(bis auf die Weich-PVC-Folie alles aus dem Baumarkt)
- Leimholzplatten 12 Stück
- Lenkrollen 4 Stück
- Klavierbänder 2 Stück je 90 cm lang
- 4 Leisten, ca.18 mm stark, 50cm lang
- Schatullenbeschläge; 2 Verschlüsse, 2 Bänder
- Stück Weich-PVC-Folie, ca.20 x 25 mm
- dünne Sperrholzplatte ca. 20 x 25 mm
- 3 Styroporplatten 18mm stark
- Deko-Selbstklebefolie, 3 Rollen zu 5m, 40cm breit (schweineteuer!)
- Parkettsigellack
- Dübel, Kreuzschlitzschrauben, Holzleim, Montagekleber, Parkettlack
Kosten:
Der Rohbau hat nur etwa 50,00 € gekostet, die Innenisolierung,
Deko-Folie, Lack, Fensterbeschläge aber noch einmal 50,00 €.
= ca. 100,00 €
benötigtes Werkzeug:
- Bohrmaschine
- Stichsäge
- Tauchsäge
- Akkuschrauber
- Band- und Dreieckschleifer
- Pistole für Montagekleberkartusche
Bauanleitung Wurfkiste
Die Platten habe ich mir gleich im Baumarkt passend zuschneiden lassen:
- Für die Seitenteile: 2 Stück zu 20 x 50cm, 2 Stück
zu 30 x 50cm (einfacher zu verbauen wären 2 Stück zu 50 x
50 cm gewesen, gab es aber nicht)
- Für die Rückwand: 2 Stück 25 x 80 cm (oder 1 Stück
50 x 80)
- Für den Boden: 1 Stück 40 x 80 cm, 1 Stück 14 x 80
cm (oder 1 Stück 54 x 80cm)
- Für die Front: 2 Stück 25 x 80 cm
- Für den Deckel: 1 Stück 30 x 80 cm, 1 Stück 24 x 80cm
- Zunächst habe ich die Platten für Seitenteile, Boden und
Rückwand zur Endgröße verleimt und verdübelt. Von
vorn herein passende Platten wären einfacher zu verbauen gewesen,
die gab es aber nicht, bzw. waren die erhältlichen zu dick. Die
Kiste wäre unnötig schwer geworden und doppelt so teuer. Die
Seitenteile bekamen zur Stabilisierung innen senkrecht je eine Leiste
aufgesetzt.
- Dann habe ich die Corpusteile, also Rückwand, Seitenteile und
festen Teil der Front miteinander verdübelt, verleimt und verschraubt.
- Anschließend habe ich den Korpus auf die Bodenplatte verdübelt,
verleimt und verschraubt.
- Die Räder kamen erst als nächstes drunter, damit beim verdübeln
nichts wegrollen oder kippen kann.
Statt 4 Einzelrollen kaufte ich eine sogen. Transporthilfe (Rollbrett)
und montierte die Rollen ab; war viel billiger. Diese Lenkrollen mit
Gewindestift sind einfach zu montieren.
Es ist nur eine große Bohrung in der Bodenplatte nötig. Die
Schraube der Rolle wird von unten durchgesteckt und von innen mit der
dazugehörigen Krallenmutter verschraubt.
An dieser Stelle macht man am besten den Innenausbau, da das Innere noch
am besten zugänglich ist:
- Die Styroporplatten schnitt ich dazu mit dem Cutter zu und verklebte
sie zuerst auf Seitenteilen, Rückwand und Front mit Montagekleber.
- Anschließend wurden sie mit Deko-Selbstklebefolie (abwaschbar)
beklebt.
- Die Syropor-Bodenplatte wurde vor dem Einlegen mit Deko-Folie eingeschlagen
und dann lose eingelegt, damit sie bei Bedarf leicht ausgewechselt werden
kann.
Der feste Teil des Deckels wird auch mit Styropor und Folie beklebt.
(Achtung: Seitenränder freilassen, damit die Platte noch auf den
Corpus passt!)
Dann kam Fummelarbeit:
- Aus der Platte für die Frontklappe mußte mit der Stichsäge
die Einstiegsöffnung herausgesägt und geschliffen werden.
- Die beiden Abschnitte des Klavierbandes lassen sich mit der Stichsäge
auf die nötige Länge kürzen. Das Anschrauben der Bänder
ist mehr als nur Millimeterarbeit. sitzen sie nicht absolut exakt, schließt
die Klappe nicht ordentlich.
- Danach werden die Magnetverschlüsse angeschraubt.
- Jetzt wird, noch der fest zu verdübelnde Teil des Deckels mit
der Deckelklappe durch ein Klavierband verbunden. (Macht sich besser
vor dem Aufdübeln).
- Anschließend braucht nur noch der feste Teil des Deckels aufgedübelt
und verleimt werden.
- Jetzt erst wird mit der Tauchsäge (Rundung dann mit der Stichsäge)
das Kittentürchen in der gleichen Größe wie die Vordertür
auf der Rückseite (wegen der Optik. Außerdem kann dann im
Bedarfsfall die Mama-Tür an der Frontseite noch geöfnet bleiben)
ausgesägt. Die ausgesägte Tür wird nicht mit Bändern
angeschraubt, weil sie in aufgeklapptem Zustand stören würde,
wenn die Kiste bündig am Laufstall stehen soll. Sie kann für
die ersten 3 Lebenswochen einfach eingesetzt und mit Silikon gedichtet
werden.
Nun steht die Kiste im Wesentlichen.
- Die Kiste bekam dann noch ein Finish mit Parkettsigellack. Den habe
ich wegen seiner besonderen Härte gewählt. Die Kiste soll
nicht zum Krallenwetzen einladen. Natürlich könnte man sie
auch im Gegenteil mit Sisalteppich bekleben, das wollte ich aber nicht,
damit sie auch äußerlich abwaschbar bleibt.
Zum guten Schluss mußte nur noch das Türchen gebaut werden:
- Ich habe das rausgesägte Stück der Türöffnung
zu einem Rahmen verarbeitet, einen gleichen aus der Sperrholzplatte
gesägt, Die Fensterfolie zugeschnitten, zwischen die Rahmenteile
gelegt und alles verschraubt.
- Um die Schatullenbeschläge sicher anzubringen, habe ich sie
verschraubt, statt vernagelt. Dazu mußte ich die Nagellöcher
etwas aufbohren. Die Tür kann verschlossen, aber auch aufgeschlagen
festgestellt werden.
nach oben
Bauanleitung
Wandhängematte
Meine Anforderungen:
- so dicht
wie möglich an der Wand, damit die Katze direkt über der Heizung
liegt und andererseits die Liege nicht zu weit in den Weg ragt
- Stabiltät
und unverbiegbar
- sichere
Befestigung an den Wänden unseres alten Hauses (Ziegelmauerwerk,
Mörtel aus Kalk und Spucke)
- einigermaßen
erschwinglich
Soetwas konnte
ich im Handel nicht finden. Die sehr schönen Modelle aus Holz z.B.
von renomierten Kratzbaumfimen sind erstens recht teuer und zweitens haben
sie noch einen ca. 10cm breiten Holzsteg, wodurch die Liege weiter in
den Raum ragt und die Katze nicht direkt an der Wand liegt. Im Netz zu
findende Eigenbau-Anleitungen haben den selben Mangel.
Die käufliche Trixi-Matte aus Metall hat diesen Nachteil nicht, doch
ist für unsere Wände die Wandbefestigung unsicher, die Liege
kann sich verbiegen und sie sieht mit ihren Plüschbommeln wenig gediegen
aus.
Es gibt noch ein sehr elegantes und exorbitant teures Model aus Edelstahl.
Mal abgesehen vom Preis kam es wegen seiner ebenfalls minimalistisch-eleganten
Wandbefestigung nicht in Frage. Die Kante würde sich bei Belastung
in den Putz drücken und die Liege würde bald hängen oder
ganz aus der Wand hebeln.
Also war
eine Eigenkreation gefragt.

Hier die
fertige Hängematte. Der Bezug ist etwas klein geraten. Da muss ich
wohl noch mal ran.
Bei dieser
Hängematte kann aufgrund der verstrebungsfreien Winkel der Bezug
bis direkt an die Wand gezogen werden. Die Matte hat nur die Tiefe von
ca. 40cm.
schichtverleimter
Winkel ohne Verstrebung
Hat man stabile
Wände, kann man sicher die Winkel direkt auf der Wand verdübeln.
Dan sieht das ganze viel eleganter aus. Unsere alten, mürben Wände
ließen das leider nicht zu. Wird die Matte belastet, entsteht ein
Drehmoment, das direkt auf die Dübel übertragen wird. Sie könnten
sich lockern. Daher mußte ich die Schenkel leider auf eine Grundplatte
aufschrauben, welche dann mit separat verdübelt und verschraubt wird.
So wirkt auf die Wandbefestigung kein Drehmoment.
Material:
- zwei Regalwinkel,
schichtverleimtes Holz, möglichst lange Schenkel
- Holzlatte,etwa
gleiche Maße wie Schenkel der Regalwinkel
- Leimholz-
oder schichtverleimte Platte oder Brett(ca. 65 x 30)
- 4 Holzschrauben,
Senkkopf, kurz, nicht zu dick, um die Leisten auf
- 4 dicke
Senkkopfschrauben, zum Aufschrauben der Schenkel auf die Grundplatte
(Länge: Plattenstärke + Schenkelstärke)
- 5 starke,
lange Senkkopfschrauben zum Anschrauben der Platte an die Wand ( Länge:
mind. 3 x Plattenstärke)
- 5 Dübel,
ca.10 x 60
- Polarfleecedecke,
beige
Werkzeug:
- Bohrmaschine
- Satz Holz-
und Steinbohrer verschiedener Stärke
- Schraubenzieher
oder Akkuschrauber
- Stichsäge
- Dreieckschleifer
- Bleistift,
Zollstock
- Wasserwaage
- Nähmaschine
Jetzt geht
es los:
- Grundplatte
zuschneiden ( begnügt man sich mit einer eckigen, kann man das
im Baumarkt kostenlos machen lassen), abgerundete Ecken mit der Stichsäge
selbst (am besten mit dem Zirkel vorzeichnen, notfalls Teller als Schablone)
- alle Kanten
mit dem Dreieckschleifer brechen
- Leisten
(ca 40cm lang) als Schenkelverlängerung zuschneiden, vordere Kanten
mit Schleifer runden, hintere abschrägen
- Kanten
brechen
- Leisten
durch die vorgefertigten Bohrlöcher auf die langen Schenkel der
Winkel schrauben
- Winkel
in gewünschter Position (je nach Katzengröße im Abstand
von 40 - 60cm) auf die Grundplatte schrauben (werden sehr dicke Schrauben
verwendet, dann mit dünnem Bohrer vorbohren)
- 5 Löcher
für die Wandbefestigund vorbohren und senken
- fertiges
Grundgestell an der Wand positionieren (Wasserwaage auf obere Kante
oder Schenkel)
- am besten
zu zweit (einer hält das Gestell in Position) Bohrlöcher an
der Wand markieren. Dazu schlägt man mit langem Nagel durch die
vorgebohrten Löcher Markierungen in die Wand
- Gestell
beiseite legen, Dübellöcher entsprechend der Markierungen
bohren, Dübel einsetzen
- Gestell
aufschrauben
Bezug nähen:
- Stoff
zuschneiden (doppelte Breite des Schenkelabstands x 40cm, jeweils +
Nahtzugaben)
- alle Kanten
gegen ausfransen umnähen
- Lange
Seiten säumen
- links
herum zum Schlauch vernähen, am besten mit Kappnaht, wenden
- Stege
für die Schenkel abnähen (schön eng, damit später
nichts rutscht)
- Wer mag,
kann eine lange Seite Zunähen und noch eine herausnehmbare Einlage
in die Tasche packen, z.B. Filz oder ein Stück Isomatte
- alternativ
kann auch gleich ein 80cm breites Stoffstück genommen und doppelt
gelegt werden. Dann gucken die Holzschenkel nicht heraus
- Bezug
auf das Wandgestell ziehen
FERTIG
Bauanleitung
Wandklettersäule
Anforderungen:
- dicht
an der Wand freischwebend
- daher
asymmetrisch aud der Säule angebrachtes Sitzbrett; Katzen sollen
leicht auf das Sitzbrett kommen
z.B. bei
Catwalk gibt es Fertigteile für sowas. War mir aber zu teuer und
nicht 100% meinen Wünschen entsprechend.

So sieht das Ergebnis aus.
Säule
bauen:
Material:
-
da
das Seil, Kleber und Kleinteile recht teuer sind, lohnt sich der Eigenbau
finanziell nicht. Einfacher und billiger ist der Kauf eines Ersatzstammes.
- Nachteil
bei Kauf: Stämme von 1m und länger sind kaum erhältlich.
Man muss also stückeln
-
von
Echtholz würde ich wegen des hohen Eigengewichtes abraten bei
frei schwebender Wandbefestigung
also doch:
- Teppichpappröhre
(gibt's im Baumarkt umsonst; gleich af benötigte Länge schneiden
lassen)
Entgegen oft gelesener Behauptungen sind diese Pappröhren äußerst
stabil und für durchgehende Klettersäulen, die oben und unten
befestigt sind, bestens geeignet.
Nicht verwenden würde ich sie für freistehende, von Sitzbrettern
unterbrochene Kratzbäume
- Sisalseil
von Ebay, 1cm stark (41m Seil auf 1m Säule bei Pappröhrendurchmesser
von 11cm)
- Teppischkleber-Paste
- 6 Stücke
Tischlerplatte 15 x 15cm, 2,8 stark (im Baumarkt zuschneiden lassen
- Tischlerleim
- dünne
Holzschrauben
- 1 Gewindestück
zum Einschlagen (Innengewinde Durchm.8 -10m)
- 1 Gewindestück
(Innengewinde) zum Einschrauben
- 2 passende
Imbus-Maschinenschrauben, Senkkopf , eine passende Mutter (gerne eine
flache)
Werkzeug:
- Tacker
- Bohrmaschine,
Holzbohrer
- Stichsäge
- zwei Schraubzwingen
- Hammer
- Zirkel
- Bleistift
- Hornhaut
auf den Händen
jetzt get's
los:
Endstücke
fertigen:
- Innendurchmesser
der Pappröhre auf Tischlerplattenstücke mit Zirkel zeichnen
- Scheiben
mit Stichsäge aussägen
- je drei
Scheiben mit Tischlerleim aufeinander kleben und mit Schraubzwinge pressen
- es entstehen
die zylindrischen Endstücke, die in die Röhre eingepasst werden
(Bitte hommen Sie nicht auf die Idee, einfach passende länge von
einem runden Holzpfahl zu nehmen. Erstens bekommt man nich den absolut
passenden Durchmesser, zweitens halten die Verschraubungen später
im Stirnholz schlecht)
- nach dem
trocknen ein Endstück mittig mit 10mm-Bohrer völlig durchbohren
- Einschlag-Gewindestück
einschlagen
- Imbus-Maschinenschraube
eindrehen und mit Mutter sichern
- zweites
Endstück 4cm tief mit 11mm-Bohrer einbohren
- Einschraub-Gewindestück
in das zweite Endstück einschrauben (geht schwer, muss absolut
gerade eingeschraubt werden)
- Endstücke
an innerer Seite leicht konisch anschleifen, dann geht das Einsetzen
leichter
- ein Endstück
per Hammer und Stechbeitel mit Einlegenut für Seilende versehen
(das zweite noch nicht, weil man nicht weiß, wo man beim Wickeln
endet.
- Endstücke
in Pappröhre einpassen ( Herausstehende Schraube des einen nach
außen, beim anderen eingeschraubtes Gewindestück außen)
- Endstücke
mit Schräubchen in zwei Reihen mit der Pappröhre verschrauben
Stamm
wickeln
- Trosse
am besten im Karton auf den Boden stellen, inneres Ende herauziehen
( der Versuch, von außen abzurollen, gibt schrecklichen Seilsalat)
- Ende mit
Tesa umwicken, mit etwas Teppichkleber in die Nut des entsprechenden
Stammendes legen, 3x festtackern
- ca 5 cm
Stamm mit Kleber bestreichen
- zum Wickeln
Rolle quer vor sich auf Werkbank oder über zwei Stuhllehnen legen
und fest auf sich zu wickeln
- nach jeder
3. -5. Runde Rolle senkrecht auf den Boden stellen und Seillagen fest
nach unten klopfen
- wieder
5 cm Röhre einkleistern
- und das
ganze von vorn (bis die Hände qualmen oder die Rolle fertig gewickelt
ist)
- entsprechend
dem Seilende Nut in oberes Endstück schlagen , Seil mit 4cm Tesa
umwickeln und abschneiden
- Seilende
entsprechend dem Seilanfang befestigen
Wandkonsole
fertigen

Die Wandkonöle
muss sehr stabil und gut befestigt sein, da sie sowohl das Gewicht des
Stammes, als auch zu einem guten Teil das einer oder gar mehrerer turnender
und ruhender Katzen trägt.
Maße:
Höhe 27cm
Breite 19cm (Durchmesser des fertigen Stammes + 2cm für jede Seite)
Tiefe: 20cm (Das ergibt bei 12,5cm Stamm 7,5 cm Luft zur Wand; kann natürlich
eigenen Bedürnissen angepasst werden)
Material
- Brettstück
(oder besser noch Schichtleimplatte) 27 x 19cm, ca. 1,8cm stark (im
Baumarkt gleich zuschneiden lassen) für Rücken
- Stück
Leimholzplatte 25cm (Wuchsrichtung!) x 15cm , 4cm stark für Stützwinkel
- Brettstück
bzw. Schichtholzplatte 20cm x 19cm, ca.1,8cm stark für Auflage
- 4 Dübel
10 x 60
- Tischlerleim
Express
- etsprechende
Senkkopfschrauben mind. 6 x 80
- 10 Holzdübel
Werkzeug
- Bohrmaschine,
- Holzbohrer
- Senker
- Stichsäge
- zwei Schraubzwingen
- Hammer
- Zirkel
- Bleistift
- Dübelhilfe
(kleine Metalleinsätze mit Spitze, damit die Dübel im Gegenstück
die richtige Position bekommen)
jetzt
get's los:
- Winkel
entsprechend der Zeichnung mit Stichsäge aus Leimholzstück
zuschneiden
- den übrigbleibenden
Restwinkel brauchen wir später für das Sitzbrett
- alle Kanten
mit Dreieckschleifer brechen
- Winkel
passgerecht auf Brettstück 27 x 19cm (Rücken) aufsetzen und
anreißen
- dort,
wo der Rücken des Winkels aufgezeichnet ist, 6 Dübellöcher
in Rücken bohren
- Dübelhilfe
in vorgebohrte Löcher setzen,
- Winkel
wieder aufsetzen und fest andrücken
- Die Dübelhilfen
hinterlassen Markierungen
- dort werden
entsprechende Dübellöcher in den Winkel gebohrt
- Dübel
mit Holzleim in den Winkel einleimen
- Achtung:
immer gut aufpassen, dass die Bohrtiefen stimmen. Dafür gibt's
einen kleinen Bohreraufsatz, der den Dübelsortimenten beiliegt
- Dübellocher
im Rücken leimen und Winkel einsetzen
- das Ganze
dann mit Hilfe des gegengesetzten Restwinkels in Schraubzwingen spannen
- Winkel
zusätzlich von hinten mit zwei langen, starken Schrauben an den
Rücken verschrauben (dünn vorbohren und Senken nicht vergessen)
- jetzt
kommt die Auflage des Stammes:
- Brettstück
bzw. Schichtholzplatte 20cm x 19cm, entsprechend der Zeichnung aussägen
(Rundung 0,5-1cm größer als Stamm)
- so entstandene
Auflage Kanten brechen und wie Rückwand am Winkel verdübel
und verschrauben (schrauben da, wo der Stamm hinkommt, dann sin die
Schrauben später unsichtbar
- Einschraub-Gewindestück
einsetzen
- Rückwand
mit 4 Bohrungen zur Wandbefestigung versehen
Die Konsole
ist fertig. Wer mag, kan sie streichen, klar lacken, firnissen. Meine
ist naturbelassen
gepolsterte
Liegeebene bauen
Die genaue
Größe gebe ich hier nicht an; ist abhängig von der Größe
der Katzen.

Material:
- Regalbrett,
halbrunde Form aus dem Baumarkt
- Sperrholzplatte
der selben Maße (ich habe eine alte Schrankrückwand zersägt)
- Restwinkel
vom Konsolenbau
- Leiste
ca.2 x 4cm (gibt es mit schon gefasten Kanten im Baumarkt)
- Einschlag-Gewindestück
- Stück
Trekkingmatte
- Stück
Malerfilz (gibt es in Rollen im Baumarkt)
- Stück
Nesseltuch vom Posterer
- Bezugsstoff
(meiner war recht dünn, daher die Nesseltuchunterlage; Tipp: gleich
festen Gebelinstoff nehmen)
- Tacker
- Teppichkleber
- 7 Schrauben,
Dübel (Maße wie oben)
Werkzeug:
jetzt
geht es los:
- Liegebrett
fast ganz an der Außenkante mit Stützwinkel versehen (Restwinkel
der Konsole; Verdübeln und Verschrauben wie gehabt)
- Position
für Säule an der gegenüberliegenden Außenkante
festlegen (Wandabstand entsprechend den Maßen der Konsole: Konsolenwandrand
bis Mitte Verschraubung = Wandabstand Bohrloch auch in der Liegefläche)
- 10mm-Loch
bohren. Einschlag-Gewinde einschlagen
- Die Auflage
bekommt eine Versteifung aus Sperrholz
- Auflage
entsprechend den Form des Regalbrettes (ca. 1 cm kleiner) zurechtsägen
- Treckingmatte
mit Teppichkleber mit Überstand auf Auflageplatte kleben
- wenden,
mit Teppichmesser Überstand auf Form schneiden
- Nesseltuch
großzügig aufziehen und an der Rückseite vertackern
(fällt gei Verwendung von Gobelinstoff weg)
- Malerfilz
zurechtschneiden und auflegen (gibt mollige Wärme)
- Bezugsstoff
auflegen und ebenfalls festtackern
- Die Auflage
wird erst nach der Montage des Baumes aufgelegt
Jetzt
wird der Baum montiert:
- mit Bleistift
Oberkante Konsole an der Wand festlegen
- nach oben
Stammlänge + Leistenbreite hinzurechnen
- dort mit
Wasserwaage Strich ziehen
- Leistenlänge
an Liegeebene Maß nehmen (Außenkante bis Stützwinkel)
und zuschneiden, Kanten schleifen
- Leiste
vorbohren
- an die
Wand anlegen und Bohrlöcher mit Nagel und Hammerschlag markieren
- Dübellöcher
bohren, Wanddübel einsetzen (bei problematischer Wand dann Dübelmasse
einspritzen)
- Leiste
aufschrauben
- Liegeebene
auflegen und mit einer Schraubzwinge ond einer Schraube provisorisch
befestigen
- Konsole
an die Wand:
- Position
am besten mit einem Lot durch das Bohrloch der Liegeebene festlegen
- Verdübeln
und Verschrauben wie Leiste (Wasserwaage nicht vergessen)
- Stamm
mit der schon eingepassten Schraube in die Konsole eindrehen (Die nur
provisorisch befestigte Liegeebene läßßt sich noch
etwas anheben, damit der Baum eingesetzt werden kann)
- Liegeebene
mit Imbus-Maschinenschraube mit dem Stamm verschrauben
- Schraubzwinge
abnekmen und Wandseitige Kante der Liegeebene auf der Wandleiste anschrauben
- Teppichklebeband
auf die Liegeebene Polsterauflage drauf
FERTIG
- Katzen
rufen (Meine haben schon bei der Montage fasziniert zugesehen und dann
sofort darauf herumgetobt)
- freuen
Die schon früher entstandene Eckklettersäule wird im Prinzip
genauso gebaut. Nur entfällt die Wandkonsole. Stattdessen wird die
Säule auf einer Arbeitsplatte verschraubt.
Die Montage der Liegeebene gestaltet sich einfacher durch die Auflageleisten
an zwei Seiten
Wir haben uns durch 8diese
Seite anregen lassen.
Inzwischen gibt es eine weitere, freischwebende Klettersäule. Als
untere Auflage dient ein über Eck angebrachtes Brett. Wer keine Lust
zum Selberwickeln hat, kann brauchbare Stämme günstig bei http://www.kingkratzbaum24.net
bekommen.

Minka testet die neue Klettersäule im Kinderzimmer.
Große Katzentoilette
Züchter, Mehrkatzenhaushalte und Besitzer sehr großer
Katzen haben das Problem, dass handeslsübliche Katzentoiletten einfach
zu klein sind.
Kaufen Sie doch im Baumarkt eine Kunststoffkiste mit Deckel.
Unser ist von OBI. Sie kostet regulär 5,99€. Wir haben sie im
Angebot für 2,99€ bekommen. Das Beste an ihr: Sie hat Rollen,
was sehr praktisch ist, wenn sie wie bei uns unter dem Tisch steht und
zur Reinigung hervorgezogen werden soll.
Maße: 40 x 57cm
In den Deckel habe ich mit einer Bosch-Minisäge eine
große Öffnung geschnitten. So bildet der festklemmbare Deckel
einen Auswurfschutz.

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