Züchterausstattung

"Was Züchter so brauchen - Unsere Wurfkiste

Ohne anständige Wurfkiste kommt auf die Dauer keine Zucht aus. Wir fingen mit einem ausrangierten Kinderwagen an. Zur Kinderaufzucht fanden unsere Katzen ihn OK, zum Werfen selbst aber waren sie nur schwer von seiner Zweckmäßigkeit zu überzeugen. Also sah ich mich nach Angeboten im Netz um.
Kisten aus Korbgeflecht sind sehr dekorativ, haben aber Nachteile. Sie werden als Kratzmöbel mißbraucht und bilden dann scharfe Spitzen. Auch funktional gefielen sie mir nicht. Es gibt auch brauchbare Holzkisten zu kaufen - je besser, desto teurer. Außerdem war meine ultimative Kiste nicht dabei.

Nachdem ich also lange genug gesucht hatte, entwickelte ich mein Eigenprojekt und schritt zum Selbstbau. Hier das Ergebnis:

Meine Anforderungen waren:

  • leichte Transportierbarkeit, da eine unserer Katzen Abgeschiedenheit wünscht, die andere Gesellschaft. Deshalb hat unsere Kiste Lenkrollen und Griffe
  • ausreichende Größe aber noch kuschelig, deshalb hat unsere Kiste die Außenmaße 54 x 80 x 54cm
  • recht hoher Einstieg, damit die Kleinen nicht rausfallen oder vor der dritten Woche allein rausklettern können
  • zweiter, verschließbarer Eingang auf Kistenbodenebene für Kitten, damit die Kiste an den Laufstall angebaut werden kann
  • gute Isolierung, da unser Katzenzimmer für eine gesunde Aufzucht weniger als die Wohnräume geheizt wird und meist das (vernetzte) Fenster offen steht.
  • leichte Zugänglichkeit für mich z.B. für Geburtshilfe, Kontrollblicke, Reinigung. Daher sind sowohl Deckel, als auch Vorderwand klappbar
  • Verschließbarkeit in äußersten Notfällen. Unsere Mietze konnte sich für den letzten Wurf bevor wir die Kiste hatten, noch unmittelbar vor dem Werfen partout nicht für einen geeigneten Platz entscheiden, sprang ständig auf die Türklinken und wolle mitten zwischen die Hunde. Die Springerei kostete dann auch das Leben des ersten Babys. Dieses Erlebnis war Anlass für den Wurfkistenbau.
  • Stabilität. Unsere Kiste ist verdübelt, verleimt und verschraubt

    Bauanleitung


Die neue Wurfkiste gefällt


Die Wurfkiste als Anbau des Laufställchens. Der Mama-Eingang befindet sich auf der Rückseite und ist jetzt geschlossen

 

 

Laufställchen

Ein Laufställchen ist ein Muss.Wir nutzen es etwa von der dritten bis sechsten Lebenswoche, wenn die Kleinen Laufen unf Klettern lernen. Dort kan ihnen nichts zustoßen und wir haben sie immer im Auge.

Es gibt fertige Systeme aus Einzelelementen mit Plexiglaseinsätzen und integrierbarer Wurfkiste. Doch die Wurfkiste genügte meinen Anforderungen ebensowenig wie das Laufställchen. Meine Kiste ist rollbar und daher erhöht. So mußte der Boden des Laufställchens das gleiche Niveau haben. Wir entschieden uns daher für ein Zwillingslaufställchen für Menschenkinder. Sein großer Vortein ist, dass es einen Boden und Rollen hat. So kann man bei Bedarf den Laufstall als Ganzes verschieben - ein großer Vorteil bei nicht allzu großem Wohnzimmer. Es bietet auch die Möglichkeit, des Anbaus der Wurfkiste. In die Seitenwände haben wir Weich-PVC-Folie eingeklettet.

 

Katzenkindertoilette

Sehr nützlich ist eine kleine Katzenkindertoilette mit flachem Einstiegund Dach. Bereits vor der Aufnahme fester Nahrungmachen die Kätzchen in kleines Geschäft auf dem Örtchen und das Wurflager bleibt sauber.Das Dach verhindert, dass die erwachsenen Katzen sich hineinzwängen. So ist Hygiene bei den ganz Kleinen viel leichter.

 

Katzenwaage


Eine hochwertige Waage ist ebenfalls eine absolute Notwendigkeit. Besonders in den ersten 3 Lebenswochen gibt allein tägliches Wiegen der Katzenbabys die Gewissheit, dass sie sig gut entwickeln. Stagniert das Gewicht, oder geht es gar zurück, stimmt etwas nicht. Der Gang zum Tierarzt ist dann unumgänglich.
Auch die regelmäßige Gewichtskontrolle der erwachsenen Zuchtkatzen ist lohnend. Gewichtszunahme der gedeckten Kätzin gibt einen Hinweis darauf, ob sie tatsächlich tragend ist. Ihr Gewicht in den letzten Tagen vor der Geburt läßt Rückschlüsse auf die zu erwartende Wurfgröße zu. Fällt der Wurf dann bedeutend kleiner aus, so sollte man evtl. einen Ultraschall machen lassen. Womöglich ist ja etwas nicht in Ordnung. Schließlich sollte man auch die Katzenmutter wöchendlich wiegen. Baut sie, besonders bei großen Würfen, deutlich Gewicht ab, so muss die Fütterung optimiert werden.
Kaufen Sie gleich eine hochwertige Waage, die in 2g-Schritten anzeigt und eine Hold-Funktion hat. Wir haben die Ultra-SCALE MBSC-55.

Katzentoilette

Drei große und viele kleine Katzen fressen eine Menge und entsprechend sch..... sie auch. Da sind normale Katzenklos zu klein. Außerdem muß ihr Inhalt praktisch ständig entsorgt werden und die Streu muß stets reichlich und in greifbarer Nähe vorhanden sein. Irgendwann hat man keine Lust mehr, zum hundertsten mal Mal mit duftenden Häufchen ins Bad zu laufen oder aus dem Keller eine Schaufel voll Steu zu holen.
Wir haben unter dem Katzentisch unsere Katzen-Sanitärzelle eingerichtet.

Dort steht unsere Katzentoilette (es gibt natürlich noch mehrere davon im Haus), eine große Aufbewahrungsbox aus dem Baumarkt: Vorteile:

  • größer als übliche Katzentoiletten
  • preisgünstiger
  • und mit Rollen ausstattbar

So kann ich sie hervorziehen zur besseren Reinigung und nach zwei Würfen auswechseln.

Und die Streu? Dafür haben wir praktische Behälter bei IKEA entdeckt - nicht ganz billig aber sehr brauchbar. Diese Plastikkübel mit dem praktischen Klappdeckel fassen ca. 50 l Klumpstreu. Hat ein Züchter sehr viele Katzen und damit einen entsprechend hohen Futterverbrauch, eignen sich diese Behälter auch zur Bevorratung von Trockenfutter.

Zur Entsorgung haben wir einen kleinen Kosmetik- Treteimer. Die schließen geruchsdicht und fassen etwa das, was über den Tag anfällt- Der Inneneimer läßt sich dank Tragügel herausnehmen und dann am Abend leeren.

Wenn der Kater...

und nicht nur er. Was wenig bekannt ist, auch rollige Katzen markieren manchmal. Unser Peter vergisst sich zum Glück nur sehr, sehr selten. Er spritzt in der Regel nur draußen. Aber für den Fall der Fälle braucht man einen wirksamen Geruchsneutralisierer und die Schwarzlichtlampe zum Auffinden diverser Stellen. Das Schwarzlicht lässt Urinstellen im Dunkeln phosphorisieren.

 

Servierteller

Wie füttert man viele kleine Mäuler, ohne viele kleine Näpfe herumtragen zu müßen? Ein großer Teller ist die Lösung nicht, denn da wird drauf herumgetapst und anschließend der Teppich mit Kätzenpfötchen verziert. Wir haben eine Servierschale mit fünf Näpfchen gefunden. Zum Glück hatten wir noch nie mehr als fünf Katzenkinder.

Kleine Transportbox

Züchter brauchen neben der normalen Transportbox nicht nur zusätzlich eine in XXL (um einen kompletten Wurf zum Impfen zu bringen), sondern auch eine in Extra-Small, um z.B ein erkranktes Katzenkind zum Tierarzt zu bringen. Wir haben für diesen Zweck eine Kleintierbox, gerade so groß, dass eine Wärmflasche den Boden ausfüllen kann.