Der Rassestandard

Leider ist der Rassestandard in den einzelnen Katzenzuchtverbänden nicht einheitlich. Die meisten Züchter richten sich nach dem WCF-Standard, der in seiner derzeit gültigen Fassung auch der aktuellste ist.

 

Der neue WCF-Standard für die Sibirische Katze / Neva Masquerade

genehmigt auf der WCF-Generalversammlung in Mailand am 04. 08. 2002
gültig ab 1.Januar 2003

Körper:

Die mittelgroße bis große Katze ist muskulös und schwer. Der Hals ist kurz und kräftig. Die Beine sind ebenfalls muskulös und mittellang. Die Pfoten sind groß, kompakt und rund mit Haarbüscheln zwischen den Zehen. Der Schwanz reicht bis zur Schulter, läuft leicht spitz zu und ist buschig behaart.
 
Kopf: Der Kopf ist kurz und breit mit tiefgesetzten Wangenknochen, gerundeter Schnauze und leicht abgerundetem Kinn. Die Stirn ist leicht gewölbt. DieKonturen sind sanft gerundet, das Profil ist leicht geschwungen. Die Nase ist gleich breit, vom Ansatz bis zum Nasenspiegel.

 
Ohren: Die Ohren sind mittelgroß, breit am Ansatz mit leicht gerundeter Spitze. Sie sind weit gesetzt und leicht nach vorn geneigt.
 
Augen: Die Augen sind groß, leicht oval und an der Unterseite gerundet, leicht schräg gestellt und weit auseinanderstehend. Die Augenfarbe soll einheitlich sein und harmonisch zur Fellfarbe passen. Alle Schattierungen von gelb/gold bis grün sind erlaubt. Bei Van-Zeichnung und weißer Fellfarbe auch blau oder odd eyed. Bei Point-Zeichnung grundsätzlich blau, je dunkler, desto besser.
Fell: Das Fell ist mittellang. Die sehr dichte Unterwolle ist weich und fein, unter gröberem festem Deckhaar. Das dichte, locker fallende Deckhaar ist wasserabstoßend, von fester, griffiger Struktur und glänzend. Es bedeckt Rücken, Flanken und Schwanzoberseite vollständig. Die Körperunterseite und die Rückseite der Hinterbeine besitzen nur Unterwolle. An Hals, Brust, Hosen und Schwanz ist das Fell besonders lang.
 
Farbvarianten: Die Pointvariante heißt Neva Masquerade. Die Farben Chocolate und Cinnamon sowie deren Verdünnung (Lilac und Fawn) sind bei der Sibirischen Katze und der Neva Masquerade in allen Kombinationen (Solid; Bicolour, Tricolour, Tabby) nicht anerkannt, ebenso der Burma-Faktor. Alle anderen Farben sind anerkannt. Die Beschreibungen sind der allgemeinen Farbliste bzw. der Pointfarbliste zu entnehmen. Jeder Weißanteil ist erlaubt.
Punkteskala: Körper: >35 Punkte
Kopf: <30 Punkte

Felltextur:

25 Punkte

Fellfarbe und Zeichnung:

  5 Punkte

Kondition:

  5 Punkte

 

 

Anmerkung:

Die Generalversammlung der WCF hat auf ihrer Sitzung am 03.08.02 in Mailand beschlossen, bei allen Naturrassen wie Maine Coon, Norweger, Türken und Sibirier die Einkreuzung fremder Rassen ab sofort von einer Genehmigung der Richterkommission abhängig zu machen. 

 

TICA - Standard (The International Cat Association)

Kopf  
insgesamt 30 Punkte
Form 10 Punkte
Größe 5 Punkte
Profil 4 Punkte
Ohren 4 Punkte
Augen 5 Punkte
Schnauze 2 Punkte
Körper
insgesamt 35 Punkte
Hals 5 Punkte
Form 5 Punkte
Größe 15 Punkte
Knochenbau 5 Punkte
Muskulatur 5 Punkte
Beine und Pfoten insgesamt 5 Punkte
Farbe und Zeichnung insgesamt 10 Punkte
Fell
insgesamt 10 Punkte
Länge 6 Punkte
Textur 2 Punkte
Unterwolle 2 Punkte
Kondition 10 insgesamt 10 Punkte
Kategorie: Traditionell und Point
Unterteilungen: Alle
Farben: Alle
Zulässige Fremdeinkreuzungen: keine

Kopf
Form:
Modifizierter Keil mittlerer Größe mit gerundeten Konturen, in gutem Größenverhältnis zum Körper. Der Kopf ist im oberen Bereich des Schädels breiter und verjüngt sich leicht zu einer völlig gerundeten Schnauze. Die Backenknochen sind weder hoch angesetzt noch hervorspringend.
Ohren: mittelgroß, gerundet und leicht nach vorn geneigt getragen. Die Ohren sollen mehr seitlich als oben am Kopf angesetzt sein. Die Ideale Position ist eine Ohrbreite Abstand. Das Haar auf der Rückseite der Ohren ist kurz und dünn. Ab der Mitte des Ohres wird die Behaarung reicher und Länger und umschließt den Ohransatz. Luchspinsel sind erlaubt.
Augen: groß, nahezu rund. Der äußere Augenwinkel weist auf die Ohrbasis. Die Augen sollen mehr als die Breite eines Auges Abstand haben. Es gibt keine Beziehung zwischen Augen- und Fellfarbe.
Kinn: Das Kinn ist gut gerundet aber nicht vorgestreckt und ist in einer Linie mit der Nase.
Schnauze: Die Schnauze is kurz, voll und gerundet. Es gibt eine leichte Einbiegung von der Schnauze her, aber die Verbindung zwischen Schnauze und Kopf ist gefällig und unauffällig.
Profil: Der Oberschädel ist nahezu flach mit einer leichten Einkurvung zur Nase mit gefälliger Neigung von der Stirn zur Nase und einer leicht konvexen Biegung vor dem Nasenende im Profil betrachtet.
Nacken: gerundet, substanzvoll und gut bemuskelt

Körper:
Rumpf:
Der Körper ist von mittlerer Länge und gut bemuskelt wobei der hinter Teil etwas höher als die Schulter ist, mit einem tonnenförmigen, festen Bauch, was den Eindruck eines soliden Gewichts vermittelt. (das sich mit zunehmender Reife einstellt)
Beine: von mittlerer Länge. Die Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine und sollen gute Knochenstärke haben.
Pfoten: Die Pfoten sind groß und rund mit Haarbüscheln zwischen den Zehen.
Schwanz: Der Schwanz ist mittellang, Stark an der Basis und verjüngt sich zu einem stumpfen Ende. Der Schwanz sollte etwas kürzer als die Körperläne sein.
Knochen: substanzvoll
Muskulatur: substanzvoll und kräftig

Fell, Fellfarben und Zeichnung
Länge:
Sie ist eine moderat lang bis langhaarige Katze mit dreifachem Fell. Das Haar an Schulterblättern und Unterbrust ist dick und etwas kürzer. Es soll ein reichliche Halskrause den Kopf einrahmen. Ausgereifte Katzen haben ein dichtes Unterfell, dicker bei kaltem Wetter. Sommerfell ist gestattet. Das Haar kann an Bauch uns Hosen gelockt sein, doch gewelltes Haar ist nicht charakteristisch.
Textur: variiert von grob bis weich, variiert in Abhängigkeit zur Farbe
Zeichnung: klare Zeichnung ist wünschenswert, doch sekundär gegenüber dem Typ
Farben: Alle traditionellen Farben und Pointvarianten und Kombinationen sind erlaubt, mit und ohne weiß. Weiß oder kremfarbenes Kinn,weiß an Brust und Bauch bei Tabbys sind erlaubt, ebenso überwiegend weiß. Kräftige Farben sind wünschenswert, doch zweitrangig gegenüber dem Typ.

Anders:
Proportionen: gut proportioniert
Kondition: excelente Gesundheit und gute allgemeine Kondition
Temprament: friedfertig

Allgemeine Beschreibung
Die Sibirische Katze ist eine mittelgroße Katze mit der Gesamterscheinung einer excellenten Physischen Konstitution, kraftvoll und stark, modifiziert durch einen süßen Gesichtsausdruck. Der Gesamteidruck ist gerundet. Sibirier reifen langsam und brauchen bis zu 5 Jahren bis zu voller Reife. Die weiblichen Tiere sind beträchtlich kleiner als die männlichen. Dies muß beim Vergleich mit dem Standard bei weiblichen und Jungtieren berücksichtigt werden.
Zugeständnisse: Weil der Sibirier eine Rasse ist, die sich langsam entwickelt, ist dies bei der Beurteilung von physischer Kondition und Fell junger Tiere und Kitten zu berücksichtigen.
zu bestrafen: gerades Profil, schmale Schnauze, langer Schwanz, feine Knochen, schwache Muskulatur, langer Körper, mandelförmige Augen, sehr lange Beine.
keine Champion-Punkte: Anzeichen von Krankheit, schlechter Allgemeinzustand, sichtbare Schwanzfehler

 

FiFé-Standard (Fédération Internationale Féline)

Allgemein Größe

mittel bis groß,
Katzen meist kleiner als Kater

 

Kopf Form ein wenig länger als breit, weich gerundet, massiv
  Stirn breit, aber leicht gerundet
  Backen Backenknochen gut entwickelt, hoch angesetzt
  Nase mittellang, breit,im Profil zeigt sie eine leichte Einbuchtung, jedoch ohne Stop
  Kinn ein wenig zurückweichend, im Profil beschreibt es eine Kurve von der unteren Nasenkante

Ohren Form mittelgroß, an der Basis gut geöffnet, Spitzen gerundert mit gut entwickelten Haaren im Inneren und Pinseln
  Plazierung mit gutem Abstand zwischen den Ohren, mit leichter Neigung nach vorn

Augen Größe groß, leicht oval geschnitten, ein wenig schräg gestellt, weit auseinanderliegend
  Farbe einheitlich, jede Farbe ist erlaubt aber grün wird der Vorzug gegeben

Körper Struktur gute Knochen und gut bemuskelt, Kräftiger Nacken, breite Brust, so proportioniert, dass sich ein Rechteck ergibt

Beine   mittelhoch, mit dem Körper ein rechteck bildend, kräftig
  Pfoten groß, rund, gut bebüschelt zwischen den Zehen

Schwanz   lang, dick, am Ende abgerundet, rundum von dichtem Haar umschlossen, ohne dass Haare herunterhängen

Fell Struktur mittellang, gut entwickelt, sehr dicht, Unterfell nicht flach anliegend, Oberfell wasserabweisend, leicht fest im Griff, Sommerfell merklich kürzer als das Winterfell, das Winterfell zeigt eine gut entwickelte Hemdbrust, vollen Kragen und "Knickerbocker"
  Farbe alle Farben sind erlaubt, einschließlich alle Farbvarianten mit weiß, mit Außnahme von Pointfarben, chocolate und lilac, cinnamon und fawn, jeder Weißanteil ist erlaubt wie weiße Blesse, weißes Medaillon, weiße Brust, weiß am Bauch, weiß an den Pfoten etc.

Fehler allgemein zu klein oder zu fein gebaut
  Kopf lang und schmal, gerades Profil, zu runder Kopf (Persertyp)
  Ohren zu groß oder zu hoch angesetzt
  Augen runde Augen
  Beine zu lang oder zu dünn
  Schwanz zu kurzer Schwanz
  Fell zu fein oder seidig, flach anliegend, wenig Fell (außer im Sommer)

 

Punktescala Points
Total   100
Kopf allgemeine Form, Nasenform, Wangen und Maul, Kiefer und Zähne, Stirn, Kinn 25
Ohren Größe, Form, Platzierung 10
Augen Form und Farbe 10
Körper Form, Größe, Beine, Form der Pfoten 20
Schwanz Länge und Form 5
Fell Qualität, Textur, Länge 25
Kondition   5

 

Standard nach WACC (World Association of Cat Clubs)

seit 3. Februar 1991
Den ersten vorläufigen Standard gab es 1987 aus der DDR, weitere folgten. Inzwischen waren schon 9 verschiedene Standards auf den Markt gekommen. Je nach dem vorliegenden Standard wurden die Tiere unterschiedlich von den Richtern bewertet. Am 3. Februar 1991 wurde unter der Mitarbeit von Ramona Breitsprecher und den internationalen Katzenrichtern H.-J. Schulz und U. Schmidt aus Deutschland, J. P. Peters <NL> und Frau Dimitrinova <UdSSR> auf der RVDE e.V. Ausstellung in Rostock folgender geltender Standard erarbeitet.

Typ:  

mittelgroße, kräftige, muskulöse Katze, der Körper erscheint mäßig langgestreckt auf nicht zu hohen kräftigen Beinen. Die Pfoten sind rund, groß und kräftig. Haarbüschel zwischen den Zehen sind grundsätzlich vorhanden und deutlich ausgebildet. Kräftiger kurzer Nacken.

 

Seiten:   nicht flach, keine einfallenden Flanken
Nacken:   kräftig und kurz.
Beine:   mittellang und kräftig.

Pfoten:   rund, groß und kräftig mit Haarbüscheln zwischen den Zehen.
Schwanz:   breit und kräftig im Ansatz, sollte bis zum Schulterblatt reichen, verjüngt sich in einer nicht zu feingliedrigen Spitze, zu jeder Jahreszeit behaart.

Kopf:   Kurzes stumpfes Dreieck in guter Proportion zum Körper, Stirn leicht gewölbt, Nasenrücken breit und leicht gerundet, kein Stop, keine Einbuchtung, die kräftigen, massiven Wangen werden von kräftigen Kiefern betont. Das Kinn soll gut ausgeprägt sein, jedoch nicht hervorspringend. Die runde Schnauze harmoniert zum stumpfen Dreieck des Kopfes.

Ohren:   mittelgroß, an der Basis breit und mindestens um Ohrenbreite auseinanderstehend. Die verlängerte senkrechte Linie des inneren Ohrenansatzes endet in der Mitte des Auges. Die Ohren werden leicht gewölbt nach vorne getragen. Die abgerundeten Ohren sind mit Haarbüscheln oder Pinseln wünschenswert. Starke Behaarung des Innenohrs.

Augen   große, leicht ovale Augen und an der Unterseite gerundet, leicht schräg und weit auseinander gestellt. Farbe grün oder bernstein in verschiedene Nuancen, aber einfarbig im Auge. Bei der Neva Masquarade muß die Farbe blau erscheinen, je intensiver desto besser.

Nase:   leicht gerundet.
Wangen:   massiv und kräftig,
Kinn:   gut ausgeprägt.

Fell:   besonders lang am Hals, vor der Brust, Hosen und Schwanz, Nacken und Schulter kurz, Rücken dicht, fest und glänzend. Seitlich des Körpers fein, weich und sehr dicht behaart. Die Unterwolle ist zur warmen Jahreszeit sehr spärlich, im Winter sehr dicht aber fein von der Struktur.

Schwanz   lang, dick, am Ende abgerundet, rundum von dichtem Haar umschlossen, ohne dass Haare herunterhängen

Fehler Typ quadratischer Körper, hinten deutlich höher stehend, gedrungener Typ, zu schmale Beine und Pfoten. Fehlen der Haarbüschel zwischen den Zehen, zu schmaler, langer Hals.

  Nacken zu langer, schmaler Hals
  Beine lange schlanke Beine
  Pfoten ovale Pfoten
  Schwanz Fehler in den Schwanzwirbelknochen, zu kurz oder zu kurze Behaarung
  Kopf spitzes Dreick, Fehlen von Wangen, fliehendes Kinn, Einbuchtung oder Stop auf der Nasenlinie, gerades Profil, quadratisch wirkende Schnauze

  Ohren große Ohren, breiter Abstand zwischen den Ohren, schmal an der Basis, gerade oder aufrecht stehende Ohren, Ohren am Hinterkopf platziert

  Augen klein, rund und eng platzierte Augen, bei der Neva Masquarade andere Augenfarbe als Blau, zu tiefliegende oder hervortretende Augen.

  Nase gerades Profil, Einbuchtung oder Stop
  Wangen eingefallenen Wangen gelten als großer Fehler
  Eckzähne Wenn beide Eckzähne des Oberkiefers zugleich bei geschlossenem Mund zu sehen sind, muß man das als Fehler bewertet werden: Oberbeißer!
Wenn beide Eckzähne des Unterkiefers zugleich bei geschlossenem Mund zu sehen sind, muß man das als Fehler werten: Unterbeißer bzw. Vorbiß!

  Kinn zu schwaches, fliehendes Kinn

  Fell harte Fellstruktur und fettiges Haarkleid am ganzen Körper, ausgeprägte perserähnliche Unterwolle

Punktebewertung nach WACC-Standard:

Kopf  
Gesamteindruck,Kinn u.
Schädel:
20 Punkte
Ohren  
Form,Größe u. Platzierung: 5 Punkte
Augen  
Form, Ausdruck u.Farbe: 5 Punkte
Körper  
Form,Größe,Nacken, Muskulatur u.
Knochenstruktur:
25 Punkte
Beine & Pfoten: 10 Punkte
Schwanz  
Länge u.Form: 10 Punkte
Fell  
Länge,Textur,Dichte 20 Punkte
Kondition: 5 Punkte

 

 Diskussion

Im Großen und Ganzen überwiegen natürlich die Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Standards, aber es gibt durchaus Unterschiede, was manchmal zu kuriosen Situationen führt.

Beispiel: Luchspinsel

Ohrpinsel sind ein von Züchtern und Liebhabern geschätztes Merkmal der Waldkatzen ganz allgemein. Hier reicht die Bandbreite in den unterschiedlichen Standards von wünschenswert über erlaubt bis gar nicht erwähnt im WCF - Standard.

So konnte es geschehen, dass ein Richter auf einer Schau in Brandenburg im Jahre 2005 einer Züchterin riet, die Ohrpinsel auszuzupfen, damit die Ohrspitzen besser gerundet erscheinen.

Beispiel: Fell

Während der WACC - Standard das Fell, besonders am Rücken, dicht, fest und glänzend wünscht, die Unterwolle weich und perserartiges Fell für fehlerhaft hält, fordert der FiFe-Standard, das Fell solle überall vom Körper abstehen und weiches Fell ist ein Fehler.

Beispiel: Schwanz

Während der WCF - Standard ein leicht spitz zulaufendes Schwanzende fordert,soll es nach FiFe - Standard abgerundet sein.

Beispiel: Profil

Während der Fife - Standard eine Leichte Einbuchtung am Nasenensatz fordert, ist genau das im WACC -Standard ein Fehler. In diesem Standard ist allerdings auch eine gerade Nase fehlerhaft. Wie genau die Idealnase aussehen soll, bleibt in diesm Standard nebulös.

Die Beispiele ließen sich fortsetzen.

Bei einer Rasse, deren Vertreter aus einem so großen Gebiet wie dem Territoriun der vormaligen Sowjetunion stammen und die praktisch bisher kaum züchterisch bearbeitet ist, ist es klar, dass es eine große Variationsbreite in der äußeren Erscheinung gibt, ebenso wie sie auch bei hiesigen Hauskatzen normal ist. Die Idealvorstellungen der Züchter unterscheiden sich entsprechend naturbemäß; meist beeinflusst vom Typ derjenigen Tiere, die der Züchter als erste Vertreter ihrer Rasse zu Gesicht bekam. Ich halte diese Breite für positiv. Eine zu starke Einengung auf einen eng definierten Typ führt zu entsprechender Zuchtwahl und langfristig zu einer Verengung der Linien. Dies kann im Hinblick auf dann zu erwartende Inzuchtdepressionen nicht wünschenswert sein.

Fotos zum Standard

Auf diesem Foto zeigt Mascha sehr schön die gewünschte Kopfform:
kurzes stumpfes Dreieck
Der Übergang von der Schnauze zu den Wangen soll wie bei ihr gut gefüllt und ohne Einbuchtung (Pinch) sein.


Jurijs Kopf weist zur Zeit ein wenig Pinch auf. Womöglich verschwindet das wieder, wenn er Katerbacken bekommt.


Peter zeigt das gewünschte, sanft geschwungene Nasenprofil mit geradem Nasenrücken.

 


Auch Minkas Nasenprofil entspricht dem Rassestandard. Doch auch ihr Kinn ist, ein wenig zu schwach entwickelt.

 

Auch Jurij zeigt das gewünschte Profil, wenn auch etwas weniger stark geschwungen, al bei seinem Vater.

Noch besser, als bei seinem Vater:
das gut gerundete Kinn

Auch gut zu sehen:
die gerundeten, leicht nach vorn getragenen Ohren (mit Ohrpineln)

 

 

 

Wasja zeigt ein ebenso schön geschwungenes Nasenprofil. Sein Kinn ist, typisch für viele Sibirier, ein wenig schwach.
Sehr schön ausgeprägt: der volle Kragen

Das Profil dieser Sibirischen Katze, wie auch die ganze Kopfform ist rasseuntypisch und unerwünscht. Sie ähnelt eher einem Norweger.

 

 

 

 

 

Auch diese "Sibirische Katze" verkörpert nicht den gewünschten Rassetyp. Besonders die "Hamsterbacken" lassen diese Katze eher wie eine "Perser mit Nase" wirken. Natürlich kann man auch durch falsche Zuchtwahl diesen Typ herauszüchten. Viel warscheinlicher haben wir es hier aber mit (verbotener) Einkreuzung von Perserblut mit dem Ziel von niedlichen Kitten mit viel Fell zu tun. Traurig nur, dass Richter dies oft nicht erkennen und solche Katzen mit Rassesiegertiteln dekorieren. Diese Richter, die den Rassestandard offensichtlich nicht kennen oder fehlinterpretieren, tragen dazu bei, dass besonders Zuchtanfänger sich diese Katzen zum Vorbild bei der Zuchttierwahl nehmen. Macht das Schule, dann haben wir eines Tages statt einer Naturrasse nur noch Perserverschnitt.
Wie sehr eine solche Katze bereits dem Perser traditionellen Typs gleicht, macht der direkte Vergleich deutlich:
http://www.traditionalpersian.worldofdani.com/
http://english.klassisk-perser-kat.dk/

 

Bei der Beurteilung des Rassetyps geht es nicht darum, ob eine Katze nun "schön" oder "niedlich" ist. Das sind Katzen anderer Rassen schließlich auch. Im optimalen Fall verkörpert eine Katze ihren Rassetyp in vollendeter Weise und ist schön. Eine als Sibirische Katze untypische Katze kann, besonders vom Laien, durchaus als "schöner" empfunden werden.

Wer jetzt feststellt, dass ihm eine solche Katze besser gefällt, sollte besonders als angehender Züchter seine Rassewahl noch einmal überdenken. Womöglich findet er ja sein Ideal eher in der Zucht von Persern gemäßigten Typs oder Heighländern.

Bei Minka sehr schön zu sehen: der rundum flaschenbürstenartig beharrte Schwanz

 


Jurij zeigt in der Seitenansicht sehr schön das gewünschte Fell:
"besonders lang am Hals, vor der Brust, Hosen und Schwanz, Nacken und Schulter kurz, Rücken dicht, fest und glänzend. Seitlich des Körpers fein, weich und sehr dicht behaart. "