Noch mehr Tiere

Auf unserem Hof leben viele Tiere: 6 Arabische Pferde, 1 Esel, 3 Shelties
und 2 Zwerghühner, dazu viele Elstern und Spatzen, die meinen, sie
gehörten dazu...
Wenn Du Dich auch für meine Araberpferde interessierst, besuch doch
mal meine Homepage:
www.ghatarab.de
Unsere Shelties
Meinen ersten Sheltie bekam ich 1971. Wohl jedes Kind meiner Generation
wünschte sich einen Hund wie Lassie aus der bekannten Fernsehserie.
Ein Collie war aber zu groß für unsere Wohnung und so entschieden
wir uns für den kleinen Vetter, den Sheltie. Bis dahin kannte ich die
Rasse nur aus Hundebüchern, so selten war sie damals in der DDR und
der Kaufpreis betrug fast zwei Drittel eines Monatseinkommens meiner Mutter.
Ajax
von Haff (ZBN 777), tricolor, reiste in einer gezimmerten Transportkiste
mit der Bahn aus dem Voigtland bis an die Ostseeküste, wo wir damals
wohnten. Er war ein ganz ungewöhnlich kerniger Sheltie, der vor nichts
und niemandem Angst hatte und sich mit Leidenschaft mit größeren
Hunden raufte. Leider wurde dieser innig geliebte Freund nur 9 Jahre alt
- er hatte einen Lebertumor.
Ajax 6 Wochen alt
Schon
dieser erste Sheltie lag von der Größe her etwas über
dem vorgeschrieben Maß, was meinen Geschmack bis heute prägt.
Mir gefallen die etwas größern Exemplare am besten. Vor allem
wünsche ich mir den Sheltie mit starken Knochen, wie sie der Standart
zwar verlangt, wie man sie aber selten antrifft.
Ajax erwachsen
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Lange ging es nicht ohne Sheltie. 1981 fuhr Amigo von Via Vital, dunkelzobel,
in einem Einkaufskörbchen von Berlin mit zu uns nach Hause. "Jonny",
der im Gegensatz zu Ajax nie ganz gesund war (er hatte einen angeborenen
Herzfehler) wurde dessen ungeachtet 15 Jahre alt. Um am Fahrrad mitzulaufen,
wie einst Ajax, war er nie fit genug, aber er hütete mit Begeisterung
Pferd und Esel und begleitete mich auf gemütlichen Ausritten.
Abgesehen
von seinen Stehohren (die man mit etwas Mühe wegbekommen hätte)
war er ein Bild von einem Sheltie. Sein Fell zeigte ein wunderschönes
Dark sable. Züchter und Richter, die ihn sahen, waren von ihm begeistert.
Doch sein Gebiss war nicht vollständig - damals ein zuchtausschließender
Fehler. Doch wir dachten ja nicht an Zucht. Im Gegensatz zu Ajax ließ
er sich von Fremden kaum anfassen. Als er in hohem Alter und doch plötzlich
krank wurde und innerhalb weniger Stunden starb, war es für mich
ein furchtbarer Schlag.
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Gegen
die große Traurigkeit nach seinem Tod half nur ein neuer Sheltiefreund:
1996 wählten wir, dieses Mal in West-Berlin, ein wenige Tage altes
Sheltiebaby aus:
Alladin von der Kleistquelle, dunkelzobel. Wir konnten's uns nicht verkneifen,
endlich mal einen Hund "Lassie" zu nennen, denn er hat nicht
nur die richtige Farbe, sondern auch eine ebenso schöne weiße
Halskrause, wie das Namensvorbild. Lassie wurde ein richtiger Sonnenschein,
der alle Menschen liebte.
Lassie
entwickelte sich für meinen Sheltiegeschmack so wunderschön,
das der Wunsch wach wurde, selbst Shelties zu züchten und so wurden
wir Mitglied im "Club für Britische Hütehunde".
Leider
wurde unser Lassie etwas zu stattlich. Dabei ist er ein Hund, der einfach
jedem gefällt, außer dem Richter auf der Schau- der ihn "sehr
groß" fand. Ich sage immer: "Der ist so schön, der
kann gar nicht groß genug sein." Und ein Colliezüchter
sagte einmal zu uns: "Wenn die Shelties alle so aussehen würden
wie der, dann hätten wir auch Shelties". (auf dem oberen Foto
ist er bereits 11 Jahre alt) Jedenfalls getraute ich mich nach dieser
allerersten Ausstellungserfahrung nie wieder, in auszustellen und begrub
meine Zuchtpläne mit ihm.
Unseren Lassie haben wir völlig unerwartet und unfassbar am 18.Juni
2007 wenige Tage nach einer Operation am Zahnfleisch verloren. Offenbar
waren Nachwirkungen der Narkose schuld. Er wurde nur 11 Jahre alt. Kein
anderer Hund wird je seinen Platz einnehmen können.
mehr Bilder von Lassie
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Auf alle Fälle brauchten wir eine Zuchthündin. Über die
Vermittlung ihrer Züchterin kam daher Mini Mietz vom Birkenwappen
(rechts; links im Bild unser Lassie ca 1 Jahr alt) zu uns, die grade tragisch
ihr Frauchen verloren hatte. Mini war schon sehr speziell. Sie hasste
Männer. Kein Handwerker blieb ungebissen; heimlich von hinten, vesteht
sich. An mir dagegen hing sie wie eine Klette. Leider biss sie auch unsere
Pferde gern in die Haxen, was mir einmal drei gebrochen Rückenwirbelfortsätze
einbrachte.
Unglaublich, was alles nötig war, um sich Züchter zu nennen:
Besuch von zwei Schauen (mit vorzüglich geschafft)
Vorstellung zur Zuchtbewertung (zur Zucht empfohlen)
HD-Bogen anfordern, Röntgen lassen, Auswertung abwarten (A, also
HD-frei)
Zu einem Augenspezialisten nach Berlin fahren (frei von erblichen Augenkrankheiten)
Mitglied im Zuchtverein werden (Club für Britische Hütehunde)
Zwingerschutz beantragen (vom Hohen Timp)
Begutachtung unseres Heimes als Zuchtstätte durch den Zuchtwart überstehen
Das alles mußte natürlich bezahlt werden und ich hörte
lieber auf, mitzurechnen. Dann fuhren wir zu einem fremden Deckrüden
(auch nicht umsonst). Bis wir mit allem durch waren, war gerade noch Zeit
für einen einzigen Wurf mit Mini bevor sie zu alt für die Zucht
wurde.
Unsere Mini starb mit 12 Jahren an Krebs.
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Endlich durften wir uns über unseren A-Wurf vom Hohen Timp freuen.
Alf zog zu einem netten älteren Ehepaar in Berlin. Assja und Andra
(v.l.n.r.) blieben bei uns und sollten unsere Zucht weiterführen.
Alle drei waren einfach goldig. Andra sah aus, wie ein kleiner Katzenbär.
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Mini war zu alt für einen weiteren Wurf, also ging die ganze Prozedur
mit Andra vom Hohen Timp noch einmal los. Auf zwei Zuchtschauen erhielt
sie einmal V und einmal V3(vorzüglich), der HD-Befund war HD-frei,
Augen ok, und sie wurde ebenfalls als "zur Zucht empfohlen"
eingetragen. Doch unsere Andra mochte sich nie decken lassen, wies jeden
Rüden ab.
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Nach der Schauerfahrung mit unserem Lassie stellte ich unsere wunderschöne
Asja vom Hohen Timp gar nicht erst vor, denn auch sie war recht groß
geraten. Auch sie hat, einen wunderschön geschnittenen Kopf. Ihre
Ohren kippten ohne Nachhilfe von Anfang an perfekt. Doch traute ich mich
gar nicht erst, sie vorzustellen. Bis heute lebt sie (inzwischen kastriert)
als glücklicher Familienhund bei uns. (Auf dem Foto ist sie 8 Jahre
alt)
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So kam unsere Zucht, kaum begonnen auch schon ins stocken. Dazu kam noch,
dass ich lebensbedrohlich erkrankte und an einen Neuaufbau der Zucht über
Jahre nicht zu denken war. Außerdem fand ich vier Hunde wirklich
genug. Ein Abschieben der "Zuchtuntauglichen" kam für uns
nie in Frage. So mußte Lassie immer schmachten, wenn die Damen läufig
waren - 7 Jahre lang.
An dieser Stelle müsste die Sheltiegeschichte eigentlich enden.
Doch wer ist der kleine schwarze Teufel da, nahezu perfekt und wie aus
einem Sheltiehandbuch?
Einmal nicht aufgepasst und da hatten wir die Bescheerung: Ein allerliebstes
Sheltiepärchen (ein Brüderchen hatte die sehr schwere Kaiserschnittgeburt
nicht überlebt) überraschte uns Ende 2005. Leider verunglückte
auch das Mädchen, das zu einer guten Freundin gezogen war, früh.
Klar, dass der letzte Mohikaner für immer bei uns bleibt. Doch es
ist wirklich ein Hohn des Schicksals, dass unser kleiner Blacky, der "Betriebsunfall"
ausgesprochen wohl geraten ist. Schon als kleiner Welpe hatte er die besten
Ohren (immer ein Problem in der Sheltiezucht), die ich je gesehen habe.
Größenmäßig dürfte er nahezu Idealmaß
haben und Sheltiezüchter, die ihn sahen, waren sehr angetan von ihm.
Nun habe ich einen tollen, aber papierlosen Sheltie! Glauben Sie mir,
gerade weil er ein Bilderbuchsheltie ist, schmerzt es mich, dass ihm der
Abstammungsnachweis fehlt.
Natürlich wird er trotzdem genau so heiß geliebt, wie die
anderen, ist als Jüngster natürlich unser Prinz, zumal er mich
immer an meinen Ajax erinnert, dessen Zeichnung sich bei ihm bis in kleine
Details wiederholt. Unser Heim hat er nachhaltig "gezeichnet",
denn sein Hobby heißt "Tapetenreißen". Wundern Sie
sich also nicht, wenn Sie schon beim Eintritt unser Flur in moderner Reißtapetenoptik
empfängt.
(auf dem Foto ca. 9 Monate alt)
Hier ist Schwesterchen Mira etwa 9 Monate alt und ihrer Mutter Asja wie
aus dem Gesicht geschnitten, als Urlaubsgast bei uns. Vergessen werden
wir sie nicht. Auch sie war trotz der recht großen Eltern erstaunlicherweise
im Maß.
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